Monatsarchiv: August 2009

„Wir haben die Kraft“ jetzt auch online – Toller Webauftritt

Ohne hier viele Worte zu verlieren, es ist einfach sehenswert wie die CDU ihren Wahlkampf bis ins letzte Detail austüffelt und dann in die Tat umsetzt. Hier könnt ihr nur noch staunen – wirhabendiekraft.de und wir-haben-die-kraft.de.

Toll!!!

Umsetzung der Zensursel Web-Sperren bleibt total geheim!?!

Die Bundesnetzagentur hat einen Entwurf für die technische Richtlinie zur Umsetzung des Gesetzes zur Bekämpfung der Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen erstellt. Anders als bei vergleichbaren Regelwerken schließt die Regulierungsbehörde eine Kommentierung durch die Öffentlichkeit aus. Im Amtsblatt 16/2009 wird die Richtlinie als nur für den Dienstgebrauch verwendbare Geheimakte eingestuft. Die an einer Stellungnahme interessierten Provider müssen zur Einsicht des Dokuments “namentlich Personen” benennen, die sich zu Stillschweigen verpflichten. Die Weitergabe des Papiers oder der Kommentare unterliege einschlägigen Strafbestimmungen.
Quelle & Weiterlesen: Heise.de

Auch hier wird fleißig weitergemacht Telefon- und Internetüberwachung – Schäubles Abhörzentrale

Wolfgang Schäuble will erst Fakten und dann die rechtlichen Grundlagen für seine Abhörzentrale schaffen. [TAZ]

Bin eigentlich ein Optimist aber wie heißt es so schon: „Ein Pessimist ist ein Optimist mit Erfahrung“


Wer nichts zu verbergen hat, hat nichts zu befürchten!!

Kein Wunder wenn den Parteien die Mitglieder davonrennen in Richtung Piratenpartei!

klarmachen-zum-aendern.de: Das ist es, wie ich mir Demokratie vorstelle.

Auszug: Ein Gespräch mit dem Ex-Grünen und Neu-Pirat Herbert Rusche.

Du hast die Grünen mit gegründet, warst für sie im Bundestag und bis 2001 Parteimitglied. Wieso bist du jetzt den Piraten beigetreten?

Ich habe die Hoffnung, dass die Piraten mit ihrem Verständnis von Transparenz und den Möglichkeiten der Kommunikationstechnik das schaffen, was die Grünen schnell haben fallen lassen: Basisdemokratie, die Leute einbinden und ihnen Mittel und Wege an die Hand geben, sich auch über das Kreuzchen alle vier Jahre hinaus zu beteiligen.

Siehst du Parallelen zwischen den beiden Parteien? Ähnlich wie den Grünen wird den Piraten vorgehalten, sie wären eine monothematische Partei und hätten nicht mehr zu bieten.

Die sehe ich. Die Grünen haben vor 30 Jahren ein Thema der Zeit, welches von den etablierten Parteien sträflich vernachlässigt wurde, aufgegriffen und sind es offensiv angegangen. Damals war das die Ökologie, bei den Piraten ist es die Informationsgesellschaft mit all ihren Möglichkeiten. Die Grünen sind damals wie die Piraten heute als Ein-Punkt-Partei, die niemand braucht, beschimpft worden. Von daher kommt mir das vor wie ein Déjà-vu.

Würdest du so weit gehen, zu sagen, dass die Piraten heute die neuen Grünen sind?

Es gibt schon bemerkenswerte Parallelen, auch, dass die die alte politische Garde heute wie damals versucht, eine neue politische Kraft von vorn herein klein zu reden, und das mit den gleichen selbstgerechten Vorwürfen. Der Unterschied liegt in den gigantischen Chancen, die die neuen technischen Möglichkeiten bieten. Als wir bei den Grünen in Hessen ein Landesprogramm erarbeitet hatten, mussten wir mit Schnipseln arbeiten, kopieren und es zwischen 3.000 Mitglieder hin- und herschicken, damit wir wirklich landesweit diskutieren konnten. Mit Mailinglisten, Onlinekonferenzen und Wikis gibt es da heute viel effektivere Möglichkeiten.

Du warst der erste offen schwule Bundestagsabgeordnete und hast auch in der Politik offene Diskriminierung erlebt. Inwiefern findest du dich als Schwulenaktivist bei den Piraten wieder?

Es hat mich angenehm überrascht, dass die da überhaupt kein Brimborium drum herum machen. Sie sagen, wir sehen zwar, dass es da noch gesellschaftliche Missstände gibt, aber die kann man am besten durch praktizierte Gleichbehandlung auffangen. Da gibt es eine selbstverständliche Akzeptanz, die genau das ist, was wir uns in den frühen Jahren der Schwulenbewegung erträumt hatten. [weiter hier]

Dieses Interview ist unter der Creative Commons Attribution-ShareAlike 2.0 Germany License lizenziert.

Dümmster Text eines Journalisten über das Internet

Via betathoughts bin ich nun auf eine perfekte Vorlage gestoßen, um meine Meinung bzgl des Urheberrechts zu formulieren. Diese Vorlage heißt „Basta!” und wurde von Frank A. Meyer für die schweizer „Blick” geschrieben.

Der Journalist fängt schwärmerisch an…

Das Internet hat die Welt auf das Format eines Laptop-Bildschirms reduziert. Das Globalisierungsmedium par excellence hat aber auch neue Räume eröffnet – rechtsfreie Räume.

An den Tag gebracht hat dies die Finanzkrise: Fiktive Produkte ohne Bezug zu konkreten Werten waren die Ware, mit der viele ­Banken ihre windigen Geschäfte machten. ­Gesetzliche Kontrollen dieser Wertpapiere ohne Wert gab es keine; gesetzliche Regeln oder gar Schranken für den Internet-getriebenen Finanzkapitalismus erst recht nicht.

Die schöne neue Laptop-Welt befreite die Finanz­wirtschaft von Recht und Gesetz. Doch auch die Internet-Industrie selbst kennt kaum rechtliche Skrupel. Was online machbar ist, wird in den allermeisten Fällen auch gemacht. [weiter..]

Was genau hat die Finanzkrise denn bitteschön mit dem Internet zu tun, außer der hier genannten „rechtsfreiheit”, die sowohl im Bankenwesen als auch im Internet existiere? Nun ich würde gerne mal einen Finanzminister sagen hören: die Finanzmärkte dürfen kein rechtsfreier Raum sein!!

Kein Wunder das der Artikel dann bei Twitter einen Raketenstart hinlegte:

Offenster Brief zum dümmsten Text eines Journalisten über das Internet

Sehr geehrter Herr Chefpublizist Meyer,

mit viel Amüsement habe ich gestern Ihren sensationellen Kommentar über das Internet vom 9.8.2009 gelesen und daraufhin auf twitter folgende Rezension geschrieben:

puh. dümmster text eines journalisten über das internet. ever. http://bit.ly/OV5zK
michelreimon

Sie wissen es vermutlich nicht, aber Twitter, das ist so ein relativ neues Internet-Ding. Ich mache das selbst noch nicht lange und eher selten und daher gibt es auch nicht viele Leute, die meine Texte dort lesen… aber ein paar eben doch. Und eine kleine Gruppe von denen wiederum, genau genommen eh nur zwei, haben meine Rezension retweeted. Das ist jetzt kompliziert zu erklären. Stellen Sie sich einfach vor, jemand liest etwas in der Zeitung und gibt das Blatt dann seiner Frau und sagt: Schatz, lies das, das ist echt interessant! Retweeten funktioniert genau so, nur halt mit Partnerwechsel. Also… egal. Ich zeige Ihnen das am Besten einmal: [weiter.. betathoughts]

Kommentare überlasse ich Euch!!!

Weitere Reaktionen: Der Schweizer “Blick’” bewirbt sich um den Pokal für den dümmsten Artikel über Internet & Urheberrecht « Der alltägliche WahnsinnDer tiefere Blick durchs Okular – genauer hinsehen“Dümmster Text eines Journalisten über das Internet” « Die blinde EuleOffenster Brief zum dümmsten Text eines Journalisten über das Internet « beta thoughts

Die Etablierten Online wie Offline nix drauf – PlakatFoul

Vor der Bundestagswahl am 27. September 2009 kochen aus allen politischen Lagern die Stimmen hoch, dass man doch lieber bei den etablierten Parteien bleiben solle, die anderen haben keine Chance. Besonders die FDP hat sich da vor paar Tagen gegen die Piratenpartei ausgesprochen – vermutlich fürchtet man um Wählerstimmen, die sich bei den Piraten deutlich besser aufgehoben fühlen als bei der FDP selbst.

Egal welcher Partei man seine Stimme gibt, sie ist nicht verschenkt. Wer  lieber die Piraten wählen würde, sich aber aufgrund von Bedenken, es könnte keine stabile Regierungsmehrheit gebildet werden, für eine der etablierten Parteien entscheidet, verrät eindeutig seine eigenen Ideale. Das genau dies von den etablierten gewollt ist zeigt folgender Sachverhalt – PlakatFoul.

Hier dokumentieren die Piraten mit welchen Mitteln der Offline-Wahlkampf auf der Straße heutzutage geführt wird. Sie sammeln  Belege für das Überkleben von Plakaten, um dies dokumentieren zu können. Innenstädte dürfen kein rechtsfreier Raum sein, und die Wahlbeobachter der OSZE sollte es auch interessieren.

Sechs Plakate in Rinteln überklebt von SU-Plakaten. JU entschuldigt sich und verspricht, die SU-Plakate wieder zu entfernen.

Ja, ja die Meinungs und Pressefreiheit in Deutschland verkommt immer mehr zu einen Relikt vergangener Jahre!!

Wenn man bereits die Informationsfreiheit beschneidet, ist es natürlich zur Einschränkung der Pressefreiheit nicht mehr weit, wie einmal mehr das Spiegel-TV Video eines Wahlkampfauftritts von Ursula von der Leyen (CDU) zeigt.

Offenbar gilt für einige der Spruch: “Der Zweck heiligt die Mittel” und dann überklebt man auch schon mal Wahlplakate der Piratenpartei mit denen der Senioren Union/CDU, wie diese Bilder und/oder diese hier klar beweisen. Eines scheint damit festzustehen – man fürchtet die Piratenpartei und das ist gut so.

Kennt ihr den Eifelphilosoph? da spricht mir einer aus der Seele!!

Deutsche sind arm und dämlich

Ja. Das mußte heute mal sein. Ein klares Wort. Das braucht ihr. Das Deutsche arm sind … das könnt ich vielleicht noch gerade mal so nachvollziehen. Aber dämlich? Der Deutsche Dichter und Denker saudämlich?
Kann das denn sein?

Klar. Die deutschen Dichter und Denker sind vor 70 Jahren konzentriert verjagt oder vergast worden.
Die USA sind bis heute der NSDAP sehr dankbar für ein wunderbares Geschenk, das sie ihnen gemacht haben – und wahrscheinlich darf die NSDAP/AO deshalb bis auf den heutigen Tag dort (wieder) residieren:

http://de.wikipedia.org/wiki/NSDAP/AO

Nicht nur, das führende deutsche Physiker die Atombombe bauten, nein, auch Hollywood wäre ohne die NSDAP einfach nicht denkbar. Ohne den Führer und seine Schranzen und Wanzen wäre Hollywood heute ein Stück trockenes Land … aber Babelsberg und die UFA-Studios würden jedes Jahr den Oskar verleihen.

Die Parteispenden an die NSDAP haben sich also für US-Investoren voll bezahlt gemacht, während wir hier vergeblich darauf warten, das endlich mal wieder eine neue Generation deutscher Dichter und Denker nachwächst … jedoch das mit den Filmen können wir vergessen. Manche meinen ja, das der böse Jude unser Land ruiniert hat, wären die bösen Juden aber hiergeblieben (von denen viele gute Deutsche waren), dann wären wir jetzt nicht so eine bedeutungslose Gurkenrepublik, die an ihren eigenen Schulden erstickt.

Aber das … ist eigentlich ein anderes Thema. Sollte nur mal erwähnt werden, warum aus dem Land der Dichter und Denker das Reich der Doofen geworden ist.

Nun, jetzt mag es manch einen geben, der denkt: der Eifelphilosoph spinnt jetzt aber mal echt, sooo blöde sind wir Deutschen doch nicht.

Doch ich erlaube mir in aller Entschiedenheit zu sagen:

ihr Deutschen seid saublöd. Stinkdämlich. Völlig minderbemittel!

UND … ich kann es BEWEISEN. Mit Zahlen. Und bevor jetzt noch mehr Tomaten, Eier und Farbbeutel auf dem Bildschirm landen, möchte ich diese Zahlen präsentieren.

Danach … kann man mich immer noch steinigen. Aber man ist wenigstens ein wenig schlauer.

1980 zum Beispiel war ein schönes Jahr. Die Bruttounternehmensgewinne machten 39,1 Milliarden Euro aus, obwohl damals noch keiner an dieses Jux-Geld dachte.

1991 machten die Bruttounternehmensgewinne 195,8 Milliarden Euro aus. Es waren nur elf Jahre vergangen, aber: die Gewinne der Unternehmen hatten sich fast um 500% gesteigert.

2004 wuchsen die Unternehmensgewinne auf 368,77 Milliarden Euro.

Geld floß in Strömen, Ackermann und Konsorten stopften sich die Taschen voll … und man hätte sagen können: dieses Land ist reich. Superreich. Das muß doch in Steuern nur so schwimmen.

Weit gefehlt. Theoretisch besteuern wir solche Gewinne mit 38 %. Eine passable Marktbenutzungsgebühr, will ich meinen. Immerhin zahlen auch Witwen mit Minirenten, Kinder und Arbeitslose von ihren schmalen Bezügen noch 19 % Mehrwertsteuer, Geld, das sie eigentlich zum überleben bräuchten, da ist es doch nicht verkehrt, wenn reiner Gewinn das Doppelte einfährt. Immerhin wollen die Manager auch den Schutz von Bundeswehr und Polizei, sie wollen intakte Straßen, sie wollen Krankenhäuser und Universitäten, Fernsehen und Bibliotheken, Flug- und Bahnhöfe, Post und Telefon und was man sonst alles noch Gratis vom Staat zurückbekommt….als Einrichtung der Infrastruktur. [weiter..]

Besser kann man es nicht in einfache Worte packen, die jeden halbwegs klar denkenden die Augen über unsere Eliten öffnen sollten.

Vielen Dank an den Eifelphilosophen.

Quelle: http://eifelphilosoph.blog.de/2009/08/22/deutsche-arm-daemlich-6792556/