Der Eurovision Song Contest, früher auch Concours Eurovision de la Chanson genannt bringt wieder einen der letzten Plätze. Die “No Angels” strebten beim Eurovision Song Contest auf jeden Fall einen der vorderen Plätze an. Dieser Plan wird jedes Jahr aufgestellt und das Ergebnis ist dann eine Katastrophe, so auch wieder 2008. Freunde auf der Welt zu haben ist schon was schönes.. Bulgarien 12 Points plus 2 x Points aus der Schweiz. Jubel im Lager der „Turmspringer“ aber wo werden wir uns rächen? bei der Fußball EM putzen wir sie alle weg. Tor, Tor…







3 Antworten bis hierher ↓
No Angels verlieren alles bei der Eurovision | Die Welt oder warum heisst es Clowns unlimited // Mai 25, 2008 um 7:39
[...] Show war generell ganz nett, aber nichts was man unbedingt erlebt haben muss. Ich vermisse da immer ein [...]
radiomanager // Mai 25, 2008 um 2:17
Alle Jahre wieder… kommt der Mai und mit dem Wonnemonat, scheinbar unvermeidlich, auch der Eurovision Song Contest.
WARUM?
Diese Frage stelle ich mir nun von Jahr zu Jahr verzweifelter. Keine Angst ich beklage nicht die Unfähigkeit der ARD ein, auch nur annähernd , erfolgversprechendes Ouevre auszuwählen, auch nicht die, nicht zu leugnende, Solidarisierung der ehemaligen Warschauer Pakt Staaten, die verstehen ihre Musik und stehen sich kulturell nun einmal näher als wir diesseits des eisernen Vorhangs Aufgewachsenen.
Was mich wirklich verzweifeln läßt ist die QUALITÄT des dargebotenen und die unglaubliche Inkompetenz oder möglicherweise auch nur Nibelungentreue der NDR Grand Prix „Experten und der selbsternannten Musikexperten welche das UNGLAUBLICHE Potential der dargebotenen Beiträge loben.
WIE BITTE?
Herrschaften ich mache seit mehr als zwanzig Jahren erfolgreiche Arbeit im Radio und in der Musikindustrie. KEINER wirklich KEINER der Songs, die ich am Finalabend ertragen mußte, besitzt, auch nur annähernd, das Potential für einen internationalen Hit westlich von Oder und Neisse.
Da hat doch Herr Urban, ein wohlgeschätzter Kollege, die Chuzpe bei dem Lala mit Gitarren der finnischen „rocker“ (kein Schreibfehler) (haha) namens Teräsbetoni (Stahlbeton) von heftigem Metalrock zu sprechen. Wie bitte? Was diese Rockkomiker abgeliefert haben, hat mit echtem Rock soviel zu tun, wie Stahlbeton mit Wackelpudding. Zugegeben da waren Ansätze eines Rocksongs zu hören, zumindest teilweise im Refrain. Ansonsten waren diese Poser eine echte Lachnummer ohne jeden Ansatz von hartem Rock. Da waren ihre Landsleute von LORDI wenigstens noch so überzogen das es schon wieder Kunst war.
Geschenkt!
Wenn ich jedoch gerade bei überzogen bin, was war das aus Spanien, Aserbaidschan oder Bosnien-Herzegowina?
Ich nehme mal an KUNST? Gut da halte ich mich raus von Kunst habe ich keine Ahnung. Ich bin Musikliebhaber und finde Musik ist eine Form von Kunst für die niemand eine Vorbildung benötigt, denn diese Kunstform ist so vielseitig das jeder seine Vorlieben befriedigen kann. Aber ich war der Meinung es handele sich um einen SONGCONTEST? Einen Sangeswettstreit! Da brauche ich keine Performancekünstler die Musik als Teil ihres Gesamtkunstwerkes sehen. Diese Form von Kunst hat ihre Berechtigung, aber bitte da wo sie hingehört.
Kommen wir also zur „Musik“
Das positive zuerst – ich habe einige wirklich gute Sänger/innen gehört das wars.
Was ich icht gehört habe waren wirklich gute Kompositionen mit weltweitem Hitanspruch. Sich mit der ganzen Grütze zu beschäftigen würde, an dieser Stelle, meine Leidensfähigkeit eindeutig überschreiten, deshalb beschränke ich mich auf die Top drei der Wertung.
Platz drei, die Bronzemedaille für Griechenland
Stop kurzer Break: Da gab es zumindest für heterosexuelle Zuschaer ein weiteres Plus die Optik und die Kostüme vieler Teilnehmerinnen
Jetz zur Musik!
Da kommt eine griechischstämmige Amerikanerin, die in den USA kein Bein auf die Erde bekommt, nach good old Europe um uns zu zeigen wie Popmusik gemacht wird… jawoll!
Wenn ich mir diese Britney Spears für Arme ansehe und dann eine Billigpopnummer höre wie sie nicht mal beim Discounter angeboten würde treibt’s mir an diesem abend, wieder einmal, die Tränen in die Augen. Gut der Kuschelsong von Schnuffel ist auch keine Krone abendländischen Musikschaffens, hat aber zumindest eine nachvollziehbare Hookline (by the way auch da muß ich heulen, vor Schmerz). Die Stimme bestenfalls Mittelmaß die Komposition unteres Mittelmaß, der Text unterirdisch aber sie sieht gut aus.
Was noch mehr auf folgende Interpretin zutrifft
Platz zwei, winner of the Silvermedal Ukraine
Lecker Mädsche, würde der Rheinländer sagen.
Die Musik, na ja. Eine Disconummer wie sie eventuell in den Siebzigern mal funktioniert hat. Gut gesungen aber leider nicht auf der Höhe der Zeit. Eine Madonna oder Kylie würden so ein Machwerk nicht mal in die Abhöre nehmen. Aber schönes Kostüm, würde auch bei den Venus -Awards Aufsehen erregen.
Im großen und ganzen belanglos und ohne größere Halbwertszeit
And The Winner is … Platz 1… Russland
Es sei ihnen gegönnt, wer 10 Mios für eine Siegerplatzierung ausgibt, bitteschön.
Die Tatsache das in den Timbalandstudios produziert wurde macht aber noch lange keinen besseren Song, höchstens eine bessere Produktion, was bei einer Liveperformance nur bedingt greift. Trotzdem schön zu sehen das wenn es um Erfolg geht, die Berührungsängste gegenüber dem Erzfeind vergessen sind. Leider fehlt das spezielle, was die Gesangserformance von One Republic ausmacht, um einen Allerweltstitel aus dem Mittelmaß zu erheben. Hier klingt trotz moderner Produktion alles sehr altbacken und ich möchte bereits an dieser Stelle bezweifeln das, außer den russischen Einwanderern jemand diesen Song in den USA braucht.
So noch einen Satz zu unseren NoAngels, dass sich wirklich jemand wundert, warum diese Castingcombo, deren „Comeback“ bereits nahezu unter Ausschluß der Öffentlichkeit, mangels Interesse, stattgefunden hat, da landet wo sie hingehört, nämlich am Ende, ist mir ein Rätsel. Der Song hat ja nicht einmal in Deutschland funktioniert.
Die Frage die sich mir nach diesem Abend stellt ist und bleibt WARUM?
Warum schmeißt die ARD jedes Jahr Millionen in diesen Gully E.S.C. wenn selbst dem dümmsten klar ist das auf absehbare Zeit kein Wandel beim Abstimmungsverhalten zu erwarten ist?
Warum schicken die Musikschaffenden immer noch jedes Jahr aufs neue Künstler auf dieses frustriende Schaffot der Kreativität?
Warum muß Jahr für Jahr wervolle Sendezeit für ein Event eingesetzt werden das nichts, aber auch gar nichts, mit der musikalischen Realität in diesem Land zu tun hat?
Kann die ARD die Gebühren Milliarden nicht sinnvoller einsetzen?
BITTE BITTE kann mir irgendjemand den Sinn dieses Spektakels des Grauens erläutern oder mir verständlich machen warum wir uns dort lächerlich machen?
Für mich ist spätestens seit gestern klar das war mein letzter „Grand Prix d’Eurovision de la Chanson“ der jetzt Eurovision Song Contest heißt. Ich werde mir in Zukunft Stefan Raabs Gegenveranstaltung gönnen, denn dort finde ich wirklich interessante, neue Künstler, moderne Popmusik und musikalische Vielfalt.
Mit musikalischen Grüßen
Wolfgang Ferencak
subjektiv und völlig einseitig!
unnikuttan // Mai 25, 2008 um 10:18
ich weiss irgendwann nicht mehr ob in der musik wirklich noch qualität zählt. Irgendwie geht es doch nur noch um geschmack und nicht um hochwertiges.