Das Thema “Goodwill” - In vielen Bilanzen ticken Zeitbomben
Januar 6, 2008 von xxlkillababe
Mehr “Goodwill” als Kapital in den Firmen? Wer im Eifer des Bieterkampfs zuviel bezahlt hat, könnte bald unangenehme Überraschungen parat haben.
Textquelle: http://boerse.ard.de
35 Milliarden in zwei Jahren
Das “Handelsblatt” hat nun in einem “Firmencheck” 124 deutsche Konzerne nach aktuellem Goodwill abgeklopft und erstaunliche Belastungen aufgedeckt. Der Goodwill bei ihnen summiert sich auf gewaltige 152 Milliarden Euro. In den vergangenen zwei Jahren wurden damit alleine 35 Milliarden Euro immaterielle Firmenwerte aufgetürmt.Wie gefährlich die Größe des Goodwills für ein Unternehmen ist, kann vom Verhältnis zum Eigenkapital eines Konzerns abgeschätzt werden. Acht Konzerne, darunter die Marktforschungs-Gesellschaft GfK, haben nach Erkenntnissen der Studie inzwischen mehr Goodwill als Eigenkapital in der Bilanz. Dies gilt als sehr riskant.
Nun die ARD traut sich noch nicht so richtig mal die ganze Wahrheit zu sagen, warum auch?
Achtung jetzt kommt es richtig deftig:
Welt: Die Inflation wird fatale Ausmaße annehmen
Die Versuche der Regierung, die bevorstehenden Preissteigerungen kleinzureden, werden gnadenlos scheitern. Kein Familienvater wird dem Statistischen Bundesamt Glauben schenken, dass die Verbraucherpreise 2007 voraussichtlich um 2,2 Prozent gestiegen sind. Das ist Regierungsstatistik pur. Jeder weiß, das wahre Leben ist wesentlich teurer geworden.
Vor kurzem hob EZB-Präsident Jean-Claude Trichet hervor, dass die Geldpolitik der EZB und jüngste EZB-Liquiditätsinjektionen am Geldmarkt absolut getrennt zu werten seien. Wenn man aber sieht, wie viele Hunderte Milliarden Euro die EZB kontinuierlich in den Geldmarkt pumpt, um einen finanziellen Gau durch die Hypothekenkrise zu verhindern, und dabei auch die Geldmengenzahlen der letzten Jahre nicht außer Acht lässt, ist man gewillt, Monsieur Trichet getrost zu widersprechen. Der Inflationsdruck in der Eurozone ist und bleibt eindeutig zu hoch und wird durch die EZB noch verstärkt. Nicht umsonst hat sich der Goldpreis, eine äußerst sensible Messgröße für Inflationsdruck, seit 2001 nahezu verdreifacht, trotz massiver Zentralbankverkäufe. Gold, im Gegensatz zu Papiergeld, kann nicht beliebig reproduziert werden.
Der allseits bekannte Börsenguru Marc Faber (”Dr. Doom”) glaubt nicht an eine schnelle Erholung der Finanzmärkte. Sein Rat: Besser Ferien machen als Aktien kaufen.
CASH daily fragt Marc Faber: Rutschen die USA in eine Rezession?
Die USA geraten nicht in eine Rezession, sie stecken bereits mittendrin. Die offiziellen Statistiken täuschen darüber hinweg, weil sie die Inflation etwa bei den Energiepreisen viel zu tief ausweisen. Wichtige Kennzahlen wie die Detailhandelsumsätze oder die Frachtvolumen zeigen aber klar eine Rezession an.
Nun was da kommt zeigen auch andere Werte an: Gold schließt auf $863, Dow unter 13000, und Öl 99-100 Dollar. Bereits im Mai 2006 sah der Schweizer Börsenexperte Marc Faber was jetzt Realität wird.
swissinfo: Werden wir in nächster Zukunft einen Börsencrash erleben?
Marc Faber:
Die Amerikaner drucken Dollars, um die Zinsen für ihre Auslandschulden zu zahlen. Eine Krise kann jedoch auftreten, wenn der Dollar gegenüber Rohstoffen oder einer Gruppe ausländischer Währungen an Wert verliert. Mit dem Drucken von mehr Geld haben die US Notenbank-Vorsitzenden Alan Greenspan und Ben Bernake Seifenblasen über dem Finanzplatz aufsteigen lassen, die zu einer Folge von Erschütterungen führen können. Als Endresultat muss man normalerweise Finanzreformen einführen, die zu einem Desaster führen können.Man fragt mich immer wieder, womit ein Desaster beschleunigt werden kann. Darauf weiss ich keine Antwort. Ich kenne die Umstände, die zur Asienkrise geführt hatten. Aber warum es im Juni 1997 geschah und nicht im Januar 1996 oder im April 1998, weiss ich nicht.
Statistik-Betrügereien wer macht den sowas? - Dieter Ehrmann: Statistikspielchen für das Volk





