Zuerst holten sie die Raucher.
Ich schwieg, denn ich rauchte ja nicht.
Dann holten sie die Fettleibigen.
Ich schwieg, denn ich war ja schlank.
Dann holten sie die Trinker.
Ich schwieg, denn ich trank ja nicht.
Dann holten sie mich …
nur da war niemand mehr da, der protestieren konnte.
Frei nach Martin Niemöller
Was für ein Erfolg für die „Fit-for-Fun Generation“ – ab 2008 wird endlich in allen Gaststätten Deutschlands das Rauchen verboten sein. Die Diktatur des Pöbels hat wieder einmal über die Unvernunft gesiegt. Dem gesundheitsbewussten Jogger ist es auch schwerlich zuzumuten, täglich verschwitzt an Kneipen vorbeizuhasten, in denen übergewichtige Genussmenschen beieinander sitzen und bei einem alkoholischen Gärgetränk, sich oral an Giftstängeln berauschend, der Gemütlichkeit und der Geselligkeit frönen. Mit der Sünde kommt das Verderben und das ewige Leben erreicht nur der Tugendhafte.
Ob Freund ob Feind des Klimmstengels das lohnt allemal zu lesen – Spiegelfechter.com um die Macht dahinter zu erkennen.







4 Antworten bis hierher ↓
Henning // Dezember 15, 2007 um 1:29
Hallo!
Ich kann zwar nachvollziehen, das man als Raucher vom Rauchverbot genervt ist, allerdings finde ich die Anwendung des Niemöller zitat ganz schön hart. Es geht bei der Frage ja nicht um die Errichtung einer Diktatur sondern um das was man so Gesundheitsschutz nennt. Warum müssen sich Nichtraucher eigentlich dafür rechtfertigen wenn sie nicht mit Belasteter Luft voll gepummpt werden wollen, die eindeutig das potenzial hat zu schädgen und zwar bis hin zu Krebserkrankungen.Betroffen davon sind ja auch die Servicekräfte. Außerdem trägt der vergleich mit dem Trinker nicht, denn wenn der Trinker säuft zerstört er zunächst einmal sich selbst und schädigt eben gerade nicht seine Umwelt durch das was er so ausatmet.
Ich rate also zu Beruhigung die Welt geht nicht unter, es gibt eben auch ein recht auf Gesunde Raumluft udn nicht nur auf dne Glimmstengel und übrigens Freiheit ist immer die Freiheit des andersdenkenden (Rosa Luxemburg). Gilt übrigens für beide Seiten dieses Konflikts.
stefan // Dezember 15, 2007 um 9:25
Naja die Tabak-Gesinnungsterroristen haben aber auch ganz schön genervt mit ihrer Rauchtugend.
lothar schulz // Januar 2, 2008 um 3:02
Ein fohes Neues jahr!
Alexander // Januar 5, 2008 um 10:15
Zitat von Henning:
> Außerdem trägt der vergleich mit dem Trinker nicht,
> denn wenn der Trinker säuft zerstört er zunächst einmal
> sich selbst und schädigt eben gerade nicht seine Umwelt
> durch das was er so ausatmet.
Hallihallo.
Dieses Argument ist anfechtbar. Der Trinker schadet zwar nur seiner eigenen Gesundheit, doch das schliesst nicht unbedingt aus, dass der Trinker ebenfalls der Umwelt schadet. Und wenn ich „Umwelt“ sage, meine ich nicht nur alle Pflanzen und Tiere, sondern auch alle Menschen!
Denn vom Zigarettenqualm wird man nicht besoffen und hat sich stets unter Kontrolle. Alkohol dagegen führt dazu, dass man die Kontrolle über seine Körperfunktionen und sein eigenes Handeln und Denken veliert. Wie oft wurden schon und werden weiterhin z.B. Unfälle mit Todesfolge auf der Autobahn verursacht wegen Trunkenheit am Steuer, bei denen nicht nur das Leben des Trinkers selbst gefährdet wird, sondern auch das seiner Beifahrer und der anderen Verkehrsteilnehmer?!
Wen das nicht überzeugt, für den habe ich noch andere Beispiele, wo deutlich wird, dass Alkohol potentiell gefährlicher für die Umwelt ist als Tabakrauch… z.B. Eltern, die im betrunkenen Zustand ihre Kinder schlagen? Oder besoffene Randalierer, die enorme Sachschäden verursachen können. Oder oder oder. Es gibt so viele Beispiele für die negativen Wirkungen von Alkohol auf den „Benutzer“, sprich Trinker.
Jeder Trinker stellt einen unberechenbaren Risikofaktor dar. Nicht nur für sich selbst, sondern auch für seine Umwelt! Dies lässt sich nicht verleugnen! Und ich möchte mich an dieser Stelle nicht wiederholen, sondern einfach nochmal betonen, dass Alkohol eine viel stärkere Wirkung auf den Körper hat als Nikotin!
Es kommt natürlich auch darauf an, was man raucht. Wenn man Kanabis raucht, kann das schon mal ähnliche Effekte hervorrufen wie beim Alkohol. Nur geht es bei der ganzen Debatte nicht um Kanabis, sondern um stinknormale Zigaretten. Wobei hier das Argument existiert, dass Kanabis für den Körper ungefährlicher sei als Nikotin, ja sogar gesundheitsfördernd wäre, was auch immer das heissen mag.
Fakt ist aber: Trinker schaden ihrer Umwelt genau wie Raucher! Die Trinker tun dies indirekt durch Kontrollverlust und die Raucher direkt durch Tabakrauch, den andere mit einatmen.
Unsere Politiker sollten sich also mal überlegen was mehr Sinn macht… ein Rauchverbot oder ein Trinkverbot. Ich bin ganz klar für das Trinkverbot. Und das sage ich nicht, weil ich Raucher bin, sondern weil ich selbst am eigenen Körper erfahren habe, was Alkohol aus einem Menschen machen kann, wenn man es übertreibt, gerade an Feiertagen wie Sylvester!
Dies ist meine Meinung.