Gabriele Pauli erklärt CSU Chef Huber ihren Austritt
November 22, 2007 von xxlkillababe
Ohne viel Worte meinerseits sollte jeder lesen was Frau Pauli zum Austritt bewegt:
Zitat Homepage Gabriele Pauli
Nach 30 Jahren Mitgliedschaft in der Partei wendet sich Fürths Landrätin Dr. Gabriele Pauli von der CSU ab. Sie hat heute gegenüber dem Parteivorsitzenden Erwin Huber schriftlich ihren sofortigen Parteiaustritt erklärt. Nachfolgend das Schreiben an Erwin Huber:
Sehr geehrter Herr Vorsitzender,
lieber Erwin Huber,die CSU ist seit 30 Jahren meine politische Heimat. Sie ist eine Volkspartei und sollte daher, um ihrem eigenen Anspruch gerecht zu werden, offen für ein breites Spektrum an politischen Positionen sein. Gerade diese Offenheit ist Garant für eine am Bürger orientierte Politik, die die Wünsche der Menschen versteht und ernst nimmt.
Viele Bürger in Bayern fühlen sich von den politischen Parteien nicht ausreichend vertreten, auch nicht von der CSU, die nur ein Drittel der Wahlbevölkerung hinter sich hat. Als Parteivorsitzender mag ein gutes Wahlergebnis bei Landtagswahlen für Sie zwar befriedigend sein, gesamtpolitisch ist es alarmierend, dass fast die Hälfte der Bayern nicht mehr zur Wahl geht.
Politiker haben den Vertrauens- und Glaubwürdigkeitsverlust selbst zu verantworten. Für mich bedeutet politisches Engagement, mich für Bürger so einzusetzen, dass sie sich ehrlich vertreten fühlen. Wer sich für andere einsetzt, sollte das unabhängig vom eigenen Ansehen und Status tun. Nur so ist Politik glaubhaft. Viele Politiker in unserer Partei haben dieses Ziel aus den Augen verloren, versuchen, ihre persönliche Stellung zu wahren, und ordnen die offene Diskussion dem eigenen Machtstreben unter.
Ich habe im Parteivorstand immer wieder erlebt, wie einzelne, auch Minister, entgegen ihrer Überzeugung reden und handeln, weil sie sich dadurch die Festigung ihrer eigenen Position erhoffen. Geschlossenheit und Solidarität müssen jedoch nicht durch Abhängigkeit und Angst herbeigeführt werden, sondern ergeben sich durch Überzeugungskraft der Ideen. Die CSU hätte es nicht nötig, ihre Parteitage zu inszenieren, wenn die Kraft der Argumente überzeugt. Dann ist Geschlossenheit die Folge der eigenen Überzeugungen.
Ich möchte meine Ideen, die christlich und sozial sind, nicht daran orientieren, ob ich ein Amt erreiche oder nicht. Diese Haltung, die von vielen Bürgern verstanden wird und die eigentlich alle politisch Tätigen als Leitidee haben sollten, wollte ich durch meine Kandidatur deutlich machen. Die Politik muss wieder zurück zu den Wurzeln kommen. alles lesen–clickme
Hut ab Frau Pauli des Pudels Kern getroffen.. und viel Erfolg für den weiteren Lebensweg..





