Orwells Horrorvision jetzt auch in der BRD
November 9, 2007 von xxlkillababe
Der Großteil der deutschen Bevölkerung, Bäckereifachangestellte, Ärzte, Anwälte, Journalisten, Politesen, Politologen, Forscher, Chemiker, Lokführer, Zugbegleiter, Datenschützer, IT-Experten, Richter, Unternehmer und sogar man staune “156″ Bundestagsabgeordnete lehnen diese Gesetze ab und wollen weiterhin in einer demokratischen Gesellschaft und in Freiheit leben und arbeiten. Jetzt könnte man meinen, wir leben in einer Demokratie, wir haben garantierte Grundrechte, Pressefreiheit, ein Recht auf Privatsphäre, da kann uns ja gar nix passieren. Weit, weit gefehlt. Unser Staatsicherheits-Minister W. Schäuble hat es mit einer Mischung aus giftspritzendem Einpeitschen, und schüren von Angst geschafft einen totalitären Überwachungsstaat auf den Weg zu bringen!!! Grundlegende Bürgerrechte sind damit vom Parlament aufgehoben, der Überwachungsstaat weiter ausgebaut nach Lust und Laune des LKA, BKA, Staatsschutz usw.
Zitat: politblog.net
Parlamentarischer Alltag - deutsche “Just-in-Time” Gesetzgebung
Der Termin stand schon lange fest, trotzdem tauchte er in der Tagesordnung für die 124. Sitzung des Bundestages bis gestern früh nicht auf. Auf Rückfragen im Parlamentssekretariat erfuhr man, dass der endgültige Entwurf nicht vorliege, sondern noch im Rechtsausschuss beziehungsweise im Ministerium Zypries bearbeitet werde. Im Laufe des gestrigen Tages wurde er dann veröffentlicht.
Das bedeutet, die heute zur namentlichen Abstimmung aufgerufenen Parlamentarier hatten ca. 24 Stunden Zeit, den Entwurf in seiner endgültigen Fassung zu lesen. Vor der Abstimmung jedes Gesetzentwurfs sind drei Beratungen im Bundestag vorgeschrieben, so will es das Gesetz. Soll allerdings ein Entwurf “durchpeitscht” werden, legt man schon mal die Beratungen zusammen. So auch heute. Zweite und dritte Beratung mit anschließender Stimmabgabe.
Da staunt der Laie der Fachmann wundert sich, über so viel Arbeit im dunklen Hinterstübchen der den Internet Browser nicht kennenden MdJ B. Zypries.
Zur Kriminalitätsbekämpfung sind auch ohne eine Totalprotokollierung jeder Benutzung von Telefon, Handy, E-Mail und Internet genügend Verbindungsdaten verfügbar:
* Zu Abrechnungszwecken werden bestimmte Verbindungsdaten ohnehin gespeichert, in Deutschland bis zu sechs Monate lang.
* Darüber hinaus können die Sicherheitsbehörden bei Bedarf eine richterliche Anordnung beantragen, derzufolge die Verbindungsdaten bestimmter Verdächtiger aufzuzeichnen sind.
* Die terroristischen Anschläge in Madrid im Jahr 2004 konnten mit Hilfe von Verbindungsdaten aufgeklärt werden, die ohnehin verfügbar waren. Eine Vorratsdatenspeicherung war nicht erforderlich.
* Bis zum Beschluss der Vorratsspeicherungs-Richtlinie im Jahr 2006 gab es weltweit nur wenige Länder mit Vorratsspeicherungspflichten. In keinem Land gab es eine so umfassende Protokollierung wie in der EU-Richtlinie vorgesehen. Die weltweiten Sicherheitsbehörden sind bisher stets ohne eine Totalprotokollierung der Telekommunikation ausgekommen.
Wenn jetzt schon der Besuch einer BKA-Webseite reicht um ins Visier der Fahnder zu geraten, was passiert dann erst wenn die ganze Thematik der Vorratsdatenspeicherung voll umgesetzt ist? Will ich das der Staat bei der jetzigen Lage Zugriff auf diese meine privaten (no public) Daten hat? Ganz sicher nicht.
Hier mal ein gekürzter Beispiel-Datensatz aus einer Telefonanlage:
(00) Ticket Version = V.2.2.3
(01) Called Number = 0403160***
(02) Charged Number = 3306
(03) Charged User Name = Wolfgang Schnüffelmann
(04) Charged Cost Center = 255
(05) Charged Company =
(06) Charged Party Node = 2
(07) Subaddress =
(0
Calling Number =
(09) Call Type = Private Network Outgoing to Call To PublicNetwork
(10) CostType = ISDN Circuit Switched Call
(11) End Date Time = 20060514 11:34:49
(12) ChargeUnits = 4 (13) CostInfo = 10
(14) Duration = 378 (15) trunk Identity = 182
(16) Trunk Group Identity = 111 (17) Trunk Node = 10
(1
Personal Or Business = Business (19) Access Code = 755***
(20) Specific Charge Info = (21) Bearer Capability = Speech
(22) High Level Comp = Telephony (23) Data Volume = 0
(24) User To User Volume = 0
(25) ExternFacilities = Calling Line Identification Presentation Advice Of Charge During Call
der volle Satz enthält über 40 Felder wo noch Infos wie:
Intern Facilities, Call Reference, Segments Rate, Com Type, X25 Outgoing Flow Rate, Effective Call Duration, Redirected Call Indicator, Start Date Time, Acting Extension Number, Called Number Node, Calling Number Node, Initial Dialled Number Node, Acting Extension Number Node, Transit Trunk Group Identity, Node Time Offset enthalten sind. Selbst Dreier Konferenz (flotter dreier) wird genau erfasst wer wann mit wem wie lange gequassellt hat, und wer wann hinzu oder rausgeschaltet wurde.
ein stark gekürzter Mail-Header sieht so aus:
Received: from ABTS-xxx-Dynamic-238.xx.162.xxx.airtelbxxxxband.in (unknown [122.xxx.96.90])
by vexxxxgo.de (Postfix) with ESMTP id C45xxx388038
for ; Thu, 10 May 2007 15:27:44 +0200 (CEST)
Received: from admins
by asg-xx.de with ASMTP id xx43xx9F
for ; Thu, 10 May 2007 18:58:04 +05-30
Received: from admins ([165.xxx.163.xxx])
by asg-ge.de with ESMTP id 00Cxxxx75336
for ; Thu, 10 May 2007 18:58:03 +05-30
Message-ID: <001301c79307$xxxxd560$exxxx27a@admins>
From: “Account”
To: kbxtek@bogomilowitschxxx.de
Subject: ago we showed you
Date: Thu, 10 May 2007 18:58:01 +05-30
MIME-Version: 1.0
Content-Type: multipart/related;
type=”multipart/alternative”;
boundary=”—-=_NextPart_000_000F_01C7xxxx.220Dxxxx”
Wenn schon der Header einer Mail und der Datensatz der Telefonanlage
solche Mengen an Daten enthält kann sich jeder vorstellen wie das
Logfile des Internet Providers aussieht (kommt unten). Das auszuwerten Bedarf jahrelange Erfahrung im Accounting (Gebührenerfassung)und der Rest im IT Bereich. Polizisten und Kriminalisten stoßen hier verständlicher
Weise an ihre Grenzen. Selbst die Experten der Behörden werden sich
hier erst rein arbeiten müssen.
Man braucht kein Internet-Freak zu sein um das File (isp logfile) zu analysieren, um es vorweg zu nehmen man sieht “fast” alles was ein Ermittler-Herz höher schlagen lässt:
IP-Adresse: 87.162.7.**
Uhrzeit: [15/Jul/2007:10:38:35 +0200]
URL: “GET radio-utopie.de:80 /index.php HTTP/1.0″ 200 77389 “-”
Server: HTTP/1.0″ 200 77389
Browser & Betriebssystem: “Opera/9.21 (Windows NT 5.1; U; de)”
die kompletten Zeilen sehen dann so aus: (ist sicher von ISP zu ISP etwas unterschiedlich).
*************
IP-Adresse - - [15/Jul/2007:10:38:35 +0200] “GET radio-utopie.de:80 /index.php HTTP/1.0″ 200 77389 “-” “Opera/9.21 (Windows NT 5.1; U; de)”
*************
IP-Adresse - - [15/Jul/2007:10:38:35 +0200] “GET radio-utopie.de:80 /incl/func.js HTTP/1.0″ 200 227 “http://radio-utopie.de/index.php?themenID=688” “Opera/9.21 (Windows NT 5.1; U; de)”
*************
IP-Adresse - - [15/Jul/2007:10:38:36 +0200] “GET radio-utopie.de:80 /css/basis.css HTTP/1.0″ 200 7563 “http://radio-utopie.de/index.php?themenID=688” “Opera/9.21 (Windows NT 5.1; U; de)”
*************
IP-Adresse - - [15/Jul/2007:10:46:55 +0200] “GET www.net-news-global.de:80 / HTTP/1.0″ 200 180373 “-” “Opera/9.21 (Windows NT 5.1; U; de)”
*************
IP-Adresse - - [15/Jul/2007:10:46:57 +0200] “GET www.net-news-global.de:80 /env/netnewsglobal.css HTTP/1.0″ 304 28 “http://www.net-news-global.de/” “Opera/9.21 (Windows NT 5.1; U; de)”
*************
IP-Adresse - - [15/Jul/2007:10:47:03 +0200] “GET www.net-news-global.de:80 /img/flags/de_eng.gif HTTP/1.0″ 304 28 “http://www.net-news-global.de/” “Opera/9.21 (Windows NT 5.1; U; de)”
*************
Über die IP Adresse und die Uhrzeit kann der Provider genau ermitteln welcher seiner User (Benutzer) zu dieser Zeit Online war und welche Seiten besucht wurden. Desweiteren sind natürlich auch Anfragen einer bestimmten URL vorstellbar wo das Logfile nach url’s durchsucht wird und die TCPIP Adressen ausgibt die auf dieser Seite waren. Dies hat dann nix mehr zu tun mit “Privatsphäre”.
Für den Bundes-Trojaner hier mal vorab meine HDD’s (Plattensammlung) von 1993 bis 2007. Info per Mail reicht und ich wechsel dann die jeweilige Platte am IDE Controller - von links nach rechts jeweils die Slave Harddisk am 2 IDE Port.

Ich bin
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Wenn 99,99% der Bevölkerung von Online-Durchsuchungen nicht betroffen sind (sagte der BKA Chef Herr Ziercke im TAZ-Interview); dann sind immerhin 82.310 Bewohner dieses Landes davon sehr wohl betroffen.
Für sich gesehen dann doch eine große Zahl.








RIP: Fernmeldegeheimnis
Stoppt die Vorratsdatenspeicherung
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