Russland nimmt Sperrflugeinsätze der Fernfliegerkräfte wieder auf.
August 17, 2007 von xxlkillababe
Ups. es wird langsam richtig eisig im Kampf um Macht und Geld auf der Welt. China hat jede Menge US Dollar gebunkert, die Wirtschaft der Weltmacht USA kommt ins straucheln. Japans Börse rauscht ins Tief und Putin gibt Kommando:
TSCHEBARKUL, 17. August (RIA Novosti). Russland hat nach Worten von Präsident Wladimir Putin am 17. August die vor 15 Jahren abgebrochenen Sperrflüge der Fernfliegerkräfte wiederaufgenommen.
“Ich habe beschlossen, permanente Flüge der strategischen Fliegerkräfte wiederaufnehmen zu lassen”, teilte Putin am Freitag auf einer Pressekonferenz in Tschebarkul (Südural) mit. Heute, um 00.00 Uhr Ortszeit, hoben von vier Flugplätzen in verschiedenen Teilen Russlands 14 strategische Raketenträger, Versorgungs- und Tankflugzeuge ab. Insgesamt nehmen an diesem Einsatz 20 Flugzeuge teil”, fuhr der Präsident fort.
Der Einsatz werde bis zu 20 Stunden dauern. Die Maschinen seien in der Luft aufgetankt worden und hätten ständigen Kontakt zur Kriegsmarine gehabt. “Patrouilliert wird in Gebieten aktiver Schifffahrt und der ökonomischen Aktivitäten Russlands… Ab heute werden solche Flüge regelmäßig absolviert. Sie haben strategischen Charakter.”
Putin erinnerte daran, dass Russland die Flüge seiner Fernfliegerkräfte 1992 einseitig eingestellt hatte. “Leider haben nicht alle unserem Beispiel gefolgt. Daraus ergaben sich gewisse Sicherheitsprobleme für Russland”, sagte der Präsident.
Wie beruhigend.
radio-utopie.de schreibt dazu:
Zu Zeiten des kalten Krieges zwischen NATO und Warschauer Pakt hatte die Sowjetunion regelmäßig solche Flüge durchgeführt, auch in Gebiete, von denen Cruise Missiles mit Atomsprengköpfen die USA erreichen konnten. Sie dienten auch dazu, im Falle eines Erstschlages des Gegners nicht alle eigenen Kräfte zu verlieren. Putin erinnerte daran, dass Russland diese Flüge 1992 einseitig eingestellt hatte. “Leider haben nicht alle unserem Beispiel gefolgt. Daraus ergaben sich gewisse Sicherheitsprobleme für Russland”, so Putin.
Quellen:
http://de.rian.ru/safety/20070817/72171641.html
http://www.telegraph.co.uk/news/main.jhtml?xml=/news/2007/08/17/wputin217.xml
http://radio-utopie.de/index.php?themenID=828
http://de.rian.ru/world/20070817/72143842.html
update:
“I do hope the Cold War is not going to be repeated”
Russland und China demonstrieren Stärke und Verbundenheit. Im Westen dagegen wächst die Sorge, die Shanghai Cooperation Organization (SCO) könnte zu einem Gegenpol der NATO ausgebaut werden. Tatsächlich geht es um die Sicherung des russischen und chinesischen Einflusses in Zentralasiens, um Rohstoffe, Transitrechte und Militärbündnisse. Ein Angriff der USA gegen den Iran könnte das filigrane Staatengefüge zum Einsturz bringen - oder einen überregionalen Krieg entfesseln.
Am 16. August 2007 demonstrierten die SCO-Mitglieder Russland, China, Usbekistan, Kasachstan, Kirgisien und Tadschikistan Entschlossenheit und militärische Stärke in einem gemeinsamen Manöver ihrer Streitkräfte. Offiziell gilt die “Friedensmission 2007” als Anti-Terror-Übung. Das Signal an den Westen ist jedoch eindeutig. Denn auch die Anwärter auf eine Mitgliedschaft in der SCO sind für die Strategen des Westens nicht uninteressant. Zwar wird Iran und Afghanistan etwa keine baldige Aufnahme in Aussicht gestellt, mit Pakistan und Indien stehen jedoch bereits regionale Atommächte in der Warteschlange - als Gegengewicht zur Übermacht der NATO. Der Iran bemüht sich derzeit um die Vertiefung der Beziehungen zur SCO. In Usbekistan, Kasachstan, Kirgisien und Tadschikistan hat er dabei leichtes Spiel. Diese Länder sind überwiegend islamisch geprägt. Ähnliche Sprachen, Zeitrechnung, Kultur und gemeinsame Feiertage untermauern die alten Verbindungen Persiens. Ein Krieg im Iran würde sich mit ziemlicher Sicherheit schnell auf ausweiten. Ein überregionaler Konflikt wäre vorprogrammiert.
Ich empfinde die momentane Situation als sehr beunruhigend und staune über die öffentlichen Medien die von Volkes Geld bezahlt sich brav an die Vorgaben der Chefredakteure halten.
update:
die Spirale ist nicht mehr zu stoppen.. politblog.net
Der große US-Hypothekenvermittler “First Magnus Corporation” hat seine Geschäfte eingestellt und die Mehrzahl der 5000 Mitarbeiter gestern nach Hause geschickt.
Die Finanzkrise erreicht den asiatischen Markt mit voller Wucht. Malaysia und die Philippinen mussten ihre Währungen stützen. Der Geldmarkt scheint weltweit in Aufruhr. Neben der Federal Reserve Bank sorgten am gestrigen Donnerstag die Nationalbanken von Kanada und Australien durch Schnelltender für Liquidität, während die Bank of Japan dem Geldmarkt 2000 Milliarden Yen (12,6 Mrd. Euro) entzog. US Dollar, Euro, Pfund Sterling, der australische und neuseeländische Dollar - sämtliche Währungen mussten deutliche Kursverluste hinnehmen.
Andere Branchen, wie die Geldmanagement-Firma Sentinel Management Group haben die Vermögenswerte ihrer Kunden in Höhe von 1,5 Milliarden US Dollar vorerst eingefroren.
Nach den USA steht Kanada im Brennpunkt. Hier haben schon erste Gesellschaften mitgeteilt, dass es zu Zahlungsausfällen kommen könnte. Sie baten die Banken um Liquidität, also Finanzspritzen in Form von Krediten. Auch involviert in das kanadische Dilemma gedopter Fonds ist die Deutsche Bank. Sie wies die vertragskonformen Kreditanliegen zweier großer kanadischer Trusts, MMAI-Trust und Silverstone Trust, mit der Begründung zurück, “der Markt sei nicht gestört”. Nur im Falle einer “Marktstörung” seinen die Banken nach einer besonderen Klausel in kanadischen Verträgen verpflichtet, die Emittenten mit Liquidität auszustatten.





