Call-in TV - Fernsehen zum Mitmachen! - Oder lieber doch nicht ?
April 28, 2007 von xxlkillababe
Call-In (Ruf an) ist ein Sendekonzept, mit dem derzeit viel Geld erwirtschaftet wird. Im Fernsehen werden Shows veranstaltet, in denen Zuschauer die Möglichkeit haben Geld zu gewinnen. Um an den Spielen teilzunehmen, müssen die Zuschauer eine Mehrwertdienstrufnummer anrufen, die pro Anruf einige z.b. 49 Cent kostet. Die jeweilige Sendung wird allein durch diese Anrufe finanziert. Wenn der Zuschauer mit seinem Anruf nicht in die Sendung durchgestellt wird, wird er auf eine freundliche (Voicemail Stimme) Anrufbeantworteransage umgeleitet, die zum wiederholten Mitmachen auffordert.
Zum Beispiel der Sender 9Live ist der erste Sender in Deutschland, der 14 Stunden am Tag Call-In sendet. Durch dieses Konzept hat der Sender deutliche Gewinne erwirtschaftet.
Googelt man mal zu Sender 9Live erfährt man das der Sender viele “Freunde” hat..
Stefan Niggemeier hat viel Zeit investiert um das Prinzip seinen Lesern zu erklären und beklagt in seinen Artikel “Warum tut den keiner was?“
Zitat:
Die rheinland-pfälzische Landesmedienanstalt LMK hat am Montag zwei Ausgaben der von 9Live für Sat.1 produzierten Abzock-Sendung „Quiz Night” beanstandet. In einer sei ein nicht vorhandener Zeitdruck aufgebaut worden, bei einer anderen fehlten die passenden Teilnahmebedingungen. Beide Sendungen liefen vor rund einem halben Jahr.
Es handelt sich also um eine schnelle Entscheidung.
Die Beanstandung ist begrüßenswert, zeigt aber auch die Hilflosigkeit der Landesmedienanstalten. Gegenüber der Nachrichtenagentur dpa sagte der LMK-Chefjustiziar Rolf Platho, materielle Folgen für den Sender hätten die Beanstandungen nicht. „Aber der Druck wird größer nach dem Motto: Da muss sich was ändern.”
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Hier bei myvideo.de sieht man sehr gut wie “Transparent” die Rätsel sind und warum man da lieber nicht Anrufen sollte. Ein Forum call-in-tv.de gibt es natürlich auch. Ein Referat über 9Live – „Deutschlands ersten Quizsender“ könnt ihr hier file-upload.net runterladen und Offline in aller Ruhe lesen.
Wortfeld Blog schreibt: Anrufquiz-Vorschriften à la 9live.
Zitat:
Nur mal zum Vergleich — in Großbritannien hat der Selbstregulierer Icstis nach dem Anrufquiz-Skandal seine verschärften Regeln vorgestellt, die unter anderem vorschreiben:
- Die Chance eines Anrufers, überhaupt ausgewählt zu werden, muss nahezu in Echtzeit transparent gemacht werden. Etwa durch eine aktuelle Einblendung, wie viele Leute es in den vergangenen 15 Minuten probiert haben.
- Spätestens, wenn ein Zuschauer mehr als 10 britische Pfund an einem Tag vertelefoniert hat, muss er beim nächsten Anruf automatisch gewarnt werden, wie viel ihn seine Anrufe kosten — dann wieder bei 20 Pfund, 30 Pfund und so weiter.
71 Millionen Euro Umsatz in 9 Monaten.. kann sich jemand vorstellen, wie viele Zuschauer da angerufen haben müssen die nur bei der Voicemail gelandet sind ?
Ob Nils bei 9Live 80.000 Teuros wirklich gewonnen hat ? (ha-ha-ha niemals) Hallo Leute werdet wach.





